BAUEN - 29.01. bis 2.02.2020 - Messegelände Hannover

Smarte Lösungen für Ihr Zuhause

Alle Welt redet von „Smart Home“. Doch was genau verbirgt sich eigentlich hinter diesem Anglizismus? Was kann uns Smart Home tatsächlich wirklich bringen und wie tief muss man in die Tasche greifen, wenn man Haus oder Wohnung entsprechend aufrüsten möchte? Wir sprachen mit Ingo Stracke, Key Account Manager Architekten, Planer und Einrichter bei DELTA DORE.

Herr Stracke, die meisten Leute denken, wenn sie den Begriff ‚Smart Home‘ hören, zuerst an Kühlschränke, die daran erinnern, wenn die Milch alle ist. Gibt es so etwas tatsächlich?

Stracke: Der Kühlschrank ist tatsächlich ein sehr prominentes Beispiel, das viele im Kopf haben, wenn es um das Smart Home geht. Rein technisch gesehen ist das mit der Milch heute auch kein Problem mehr! In den zahlreichen Gesprächen mit Interessenten - also den Nutzern - stellen wir allerdings fest, dass die Vernetzung der Küchengeräte bisher aber in den seltensten Fällen wirklich im Fokus steht.

In Ihren Vorträgen wollen Sie veranschaulichen, was Smart Home noch alles kann. Was genau kann es denn noch?

Stracke: Das Smart Home kann z.B. helfen, unser Grundbedürfnis nach mehr Sicherheit zu befriedigen! Eine Einbruchmeldeanlage und der vernetzte Rauchmelder sind aus unserer Sicht sehr wichtige Elemente für jedes Gebäude. Aber auch ganz banale Dinge des Alltags können in einem Smart Home vereinfacht werden. Unsere Kunden denken neben der Sicherheit dabei in der Regel an die Licht-, Rollladen- und Heizungssteuerung, um den Komfort und die Effizienz zu erhöhen. Wir sprechen also im Allgemeinen beim Smart Home über mehr Sicherheit und höhere Lebensqualität für das Zuhause – und das sowohl für jung als auch alt!

Sie sind viel in Deutschland unterwegs um die Menschen mit dem Thema vertraut zu machen. Haben Sie regionale Unterschiede bei den Bedürfnissen der Menschen feststellen können?

Stracke: Ja, interessanterweise gibt es je nach Region Unterschiede – mal mehr das Thema Rollladen, mal eher die Heizungsregelung oder das Licht und die Einbruchmeldung. Die größte Schnittmenge bzw. das größte Interesse liegt bei unseren Kunden aber derzeit auf der Sicherheit und der Beschattung (Rollladen/Jalousie).

Wenn wir von smarten Lösungen sprechen, sprechen wir dann eigentlich nur vom Neubau oder haben Sie auch Lösungen für den Bestand, z.B. für Altbauwohnungen?

Stracke: Eine gute Frage, denn bei uns steht ganz klar auch der Bestand, also die Altbauwohnung, im Fokus. Egal ob es sich dabei um ein Einfamilienhaus, eine Etagenwohnung oder auch um ein altes Fachwerkhaus mit Denkmalschutz handelt. Wir ermöglichen dem Kunden ein Smart Home auf Basis einer sicheren Funktechnologie, das zudem eine sehr flexible Gestaltung ermöglicht. Natürlich können wir aber auch in jedem Neubauprojekt zum Einsatz kommen!

Ich könnte mir vorstellen, dass gerade im Bestand die Besitzer oder auch Mieter eher zögerlich sind und Angst vor großen Umbaumaßnahmen aber auch vor explodierenden Kosten haben. Wie können Sie den Leuten diese Sorgen nehmen?

Stracke: Da haben Sie zunächst einmal vollkommen recht. Die Vorbehalte in Bezug auf die Kosten und die baulichen Maßnahmen - nennen wir es beim Namen: den Staub und Dreck - sind enorm. Daher zeigen wir gerne auf Messen wie der B.I.G. die Vorteile der Funkvernetzung auf. Denn mit unserem System muss in der Regel kaum etwas „aufgerissen“ werden. So werden auch die Installationskosten direkt überschaubarer! Unser Konzept ist dazu auch noch auf Skalierbarkeit ausgelegt - sprich: je nach den finanziellen Möglichkeiten kann nach und nach einfach erweitert werden.

Dürfen Mieter eigentlich smarte Veränderungen in ihrer Wohnung vornehmen oder muss man sich alles vom Vermieter genehmigen lassen?

Stracke: Nun ja, da können wir natürlich keine pauschale Antwort geben. Da allerdings praktisch keinerlei bauliche Veränderungen erforderlich sind, um eine Mietwohnung „smart“ und damit vielleicht auch direkt altersgerechter zu machen, ist es für einen Vermieter ja auch ein Plus. Wir sind viel mit Wohnungsgesellschaften in Kontakt, die selbst schon darüber nachdenken, den Wohnungsbestand einfach und schnell für junge oder ältere Mieter attraktiver zu machen. Für einen Mieter ist aber auch wichtig zu wissen, dass beispielsweise unsere Komponenten rückstandslos auch wieder ausgebaut werden können – der Mieter kann beim Auszug sein smartes Zuhause also immer auch ein Stück weit mitnehmen.

Zum Schluss noch die Frage: Worauf dürfen sich die Besucher ganz konkret bei Ihren Vorträgen freuen?

Stracke: In erster Linie inhaltlich natürlich auf die Punkte, die wir hier schon ein wenig angeschnitten haben, nur nochmal etwas konkreter. Also was das Smart Home ist, was kann heute schon sinnvoll smart gemacht werden und wo überall können smarte Lösungen zum Einsatz kommen. Ich versuche dabei immer, den Vortrag möglichst einfach und auch offen zu gestalten. Mein Ziel ist es, dass der Besucher danach mehr darüber weiß, was ein Smart Home ist, welche Lösungen für ihn passen könnten und wo er diese dann auch bekommen kann. Darüber hinaus werde ich nach den Vorträgen sowie an insgesamt drei Tagen auf dem Stand der BAKA als Smart Home-Spezialist für Fragen zur Verfügung stehen.

 

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